Schulneubauten auf der Reiherwiese
24.04.2026 Meldungen FDP Kreisverband Rhein-Erft

Fraktionsübergreifender Beschluss bringt das Projekt voran
Am 23. April 2026 hat der Ausschuss für Liegenschaften und Hochbau einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Die Fraktionen einigten sich auf einen gemeinsamen Beschluss, eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für die Schulneubauten auf der Reiherwiese durchzuführen. Damit kommt Bewegung in ein Projekt, das seit dem Ratsbeschluss vom Mai 2024 auf konkrete nächste Schritte gewartet hat.
Rückblick: Der Weg zum Beschluss
Im Mai 2024 fasste der Rat der Stadt Pulheim den Grundsatzbeschluss zum Neubau des Schulzentrums auf der Reiherwiese – nachdem nachgewiesen worden war, dass ein Umbau im Bestand nur unwesentlich günstiger wäre, aber mit deutlich höheren Risiken verbunden ist. Im Juni 2025 reichte die FDP-Fraktion einen Antrag ein, die Realisierung im PPP-Modell zu prüfen und damit den Startschuss für die konkrete Umsetzungsplanung zu geben.
In der Ausschusssitzung wurde das Thema nun umfassend beraten – unter anderem mit einem Fachvortrag von Herrn André Weidemann von der kommunalen Beratungsagentur PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH. Sein zentrales Fazit: Vor jeder alternativen Beschaffungsvariante ist eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zwingend erforderlich.
Warum alternative Vergabemodelle prüfen?
Die Erfahrungen aus dem Rhein-Erft-Kreis zeigen, dass alternative Beschaffungsmodelle erhebliche Vorteile bieten können. Beim Berufskolleg Bergheim ergab die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung einen Kostenvorteil von elf Prozent gegenüber der konventionellen Eigenrealisierung. Auch die Förderschule Frechen wurde erfolgreich als PPP-Projekt umgesetzt. In beiden Fällen sind die Nutzer mit der Betriebsführung sehr zufrieden.
Neben der Bauphase geht es dabei auch um den langfristigen Betrieb: gepflegte Klassenräume mit regelmäßiger Instandhaltung, funktionierende Sanitäreinrichtungen und eine kontrollierte Reinigung.
Der Beschluss: Gemeinsamer Fahrplan
Nach einer Sitzungsunterbrechung einigten sich die Fraktionen auf einen Beschluss, der über die ursprüngliche Verwaltungsvorlage hinausgeht:
Die vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung wird durchgeführt, das Ergebnis dem Ausschuss bis zum vierten Quartal 2026 vorgestellt. Ein fraktionsübergreifender Arbeitskreis unter Beteiligung der Verwaltung wird gebildet, der die zu untersuchenden Vergabevarianten auf zwei eingrenzt. Der Ausschuss wird laufend über den Fortschritt informiert.
„Wir brauchen bei diesem Projekt eine breite Mehrheit, die sich mitgenommen fühlt. Nur gemeinsam bringen wir das Schulzentrum auf den Weg.” – Karl-Heinz Weingarten, FDP-Ausschussmitglied Ausblick Die entscheidenden Fragen zur Finanzierung und zum Grundstück müssen noch geklärt werden. Der Arbeitskreis gibt allen Fraktionen die Möglichkeit, konstruktiv an der besten Lösung mitzuarbeiten. Die FDP wird diesen Prozess aktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass der Zeitplan eingehalten wird.
Pulheims Schülerinnen und Schüler haben ein modernes Schulzentrum verdient.